Patientenindividuelle Verblisterung
Was bedeutet Verblisterung?
In der Arzneimittelversorgung versteht man unter Verblisterung die patientenindividuelle Neuverpackung von Arzneimitteln. Ein Blister enthält alle Medikamente, die ein Patient zu einem bestimmten Zeitpunkt einnehmen soll.
Die Technologie der maschinellen Verblisterung ist innovativ und dennoch bewährt. In den USA und in vielen europäischen Ländern sind Blisterautomaten bereits seit über zehn Jahren erfolgreich im Einsatz und haben sich in der Medikamentenversorgung längst etabliert.
Die Sicherheit einer patientenindividuellen Arzneimittelversorgung ist eine besondere Verantwortung, die wir mit Hilfe des Unternehmens multidos GmbH & Co. KG umsetzen. Als pharmazeutisch zugelassener Herstellungsbetrieb nach § 13 AMG bietet er 100%ige Arzneimittelsicherheit, maximale Flexibilität und wird höchsten Qualitätsanspüchen gerecht.
Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Ransiek oder Frau Hildebrand gern zur Verfügung. Sie erreichen sie unter Telefon (0 52 23) 49 83-0.
Für wen ist der Blister-Service von Nutzen?
Ältere Menschen, pflegende Angehörige und Chroniker sind mit den verschiedenen Medikamenten und Dosierungen sowie mit den unterschiedlichen Einnahmezeitpunkten oft überfordert. Für sie sind die Blister ganz besonders geeignet, denn jeder einzelne ist mit genau der Uhrzeit bedruckt, zu der die darin enthaltenen Medikamente eingenommen werden sollen. Unsere Medikamentenbox, die den Blisterschlauch für einen bestimmten Zeitraum - z.B. für eineWoche - enthält, bringt somit mehr Sicherheit in die Arzneimittelversorgung.
Welche Vorteile bietet die maschinelle Verblisterung?
Die maschinelle patientenindividuelle Verblisterung hat für Patienten wie für das Pflegepersonal bzw. für betreuende Angehörige bedeutende Vorteile gegenüber der manuellen Medikamentenzuteilung:
- Ordnungsgemäße Arzneimittelversorgung
Jeder Patient kann das richtige Medikament zum richtigen Zeitpunkt in der richtigen Dosierung einnehmen. - Mehr Arzneimittelsicherheit
Die maschinelle Verblisterung ermöglicht eine sehr hohe Sicherheit in der Dosierung von Arzneimitteln. Darüber hinaus ist durch die genaue Beschreibung jeder einzelnen Tablette eine eindeutige Identifizierung der Arzneimittel gegeben. Die Versorgungsqualität wird durch eine standardmäßige Interaktionsprüfung auf Wechselwirkungen durch die Apotheken unter den verordneten Arzneimitteln erhöht. - Individuelle Abstimmung auf die Bedürfnisse des jeweiligen Patienten
Selbst komplizierte Einnahmeschemata können in der maschinellen Verblisterung exakt abgebildet werden. Dabei können die Zeitpunkte halbstündlich gewählt und individuelle Einnahmezeiten aufgedruckt werden. Ebenso ist eine Einnahme vor oder nach den Mahlzeiten aus einem separaten Beutel kein Problem. - Zeit und Kostenersparnis
Das Bereitstellen der Medikamente bedeutet für das Pflegepersonal einen hohen Zeitaufwand. Der Einsatz unseres Blister-Systems entlastet das Pflegepersonal und spart Zeit, die für pflegerische Tätigkeiten am Bewohner frei wird. Zusätzlich bedarf die Verblisterung weniger Zeitaufwand für die Medikamentenüberwachung und bietet eine optimale Sicherheit bei der MDK–Begutachtung. - Transparenz
Tagesaktuelle Datenbank über alle verfügbaren und verwendeten Medikamente in Bezug auf: Aussehen, Größe, Prägung, Form und Charge.
Schlussbemerkung
Die Bedeutung des Verblisterns für die Verbesserung der Arzneimittelversorgung in der Heimversorgung ist unbestritten. Dagegen wird die Wirtschaftlichkeit immer wieder in Frage gestellt. Die Pharmazeutische Zeitung (PZ) reflektiert in ihrer Ausgabe 7/2011 auf eine Studie des Kölner Instituts für Handelsforschung (IFH).
Das Forschungsinstitut kommt zu dem Ergebnis, dass die Auslagerung des Rezeptmanagements in Apotheken und das Arzneimittelstellen an Blisterzentren zweckmäßig ist und die Versorgungsqualität verbessert. Die Studie weist bei rund 700.000 Pflegebedürftigen in deutschen Heimen ein Einsparpotential in Höhe von 160 Millionen Euro pro Jahr aus.
Gleichzeitig wird in dem Artikel der PZ darauf hingewiesen, dass durch eine tablettengenaue Abrechnung und die Vermeidung von Folgeerkrankungen bundesweit jährlich zusätzlich weitere 100 Millionen Euro eingespart werden könnten.

















